Prestels Kleiner Kunstkauz

Prestel 2005

Von Anja & Barbara Wrede

Enthalten sind 2 Spielideen: Im turbulenten Suchspiel liegen alle Kunstkarten aufgedeckt auf dem Tisch. Die Spieler versuchen gleichzeitig, ihre drei Markierungssteine auf Kunstkarten zu legen, die die gestellte Aufgabe erfüllen. Die schnellsten drei Spieler dürfen den eigenen Wertungsstein anschließend auf dem Spielplan vorwärts setzen.
Im vertrackten Gedächtnisspiel liegen die Karten verdeckt auf dem Tisch. Alle Spieler sind nacheinander an der Reihe und entscheiden sich für eine der drei gestellten Aufgaben. Wer gut überlegt, kann bis zu drei passende Kunstkarten aufdecken, mit seinem Markierungsstein markieren und seinen Wertungsstein weit vorwärts setzen. Doch auch, wer nur eine passende Kunstkarte findet, kommt voran. Niemand muss ein Kunstkenner sein, um die Aufgaben lösen zu können: Wer genau schaut, lernt alles Nötige direkt beim Spielen.

Die Darstellungen von Tieren in der bildenden Kunst stehen im Mittelpunkt dieses Spiels, das ich gemeinsam mit meiner Schwester, der bildenden Künstlerin Barbara Wrede entwickelt habe. Die Idee, unsere verschiedenen Kenntnisse in einem gemeinsamen Projekt umzusetzen, entstand im Herbst 2003. Das Ergebnis ist ein Gesellschaftsspiel, in dem Kinder ab 6 Jahren und Erwachsene gleichermaßen Spaß haben: Die Spieler werden zum genauen Betrachten von Kunstwerken angeregt und spielerisch an verschiedene Tierdarstellungen in der Kunst herangeführt.

Pressestimmen:

Schule des Sehens
Bilder liegen auf dem Tisch, kleine Reproduktionen von Kunstwerken. Dazu stellt der "Kleine Kunstkauz" Fragen. Finde Säugetiere, egal wie viele. Oder: Finde Hasen oder Kaninchen. Die Spieler setzen ihre Steine auf jene Bilder, die zu den Fragen passen. Manchmal geht das sehr schnell. Auf 41 der 48 Bildkarten sind Säugetiere zu sehen, Hasen oder Kaninchen aber nur auf dreien - zum Beispiel der berühmte von Albrecht Dürer. (...) Das Spiel erweist sich als wunderbare Schule des Sehens. Je genauer man schaut, desto mehr kann man entdecken. Nach ein paar Runden will man mehr von den Malern sehen.

Berliner Zeitung; Feuilleton; 12/2005

Kauzige Kunst
Bildergalerien erfreuen sich bei der Jugend allgemein nur geringer Beliebtheit. Ist ja auch zu dröge, Saal für Saal, Gemälde für Gemälde abzuschreiten. Nicht mal blödelnde Bemerkungen darf man machen. Die Pinakothek fordert Würde und angemessenes Verhalten. Dabei kann Kunst richtig Spaß machen. Kann zu aufregenden Entdeckungen verleiten. Man muss nur wissen, wie ... Der kleine Kunstkauz verführt dazu, die Werke genau anzusehen. (...) Dass man nebenbei auch noch mitnimmt, wie ein typisches Bild von Franz Marc, Pieter Bruegel, Frans Hals oder Leonardo da Vinci ausgesehen hat, ist ja kein Schaden. Wem diese Spielart zu leicht ist, der kann sich an dem zweiten Spiel, einer Memoryvariante, die Zähne ausbeißen.

Tom Werneck; Nordwestzeitung; 11/2005

Ein intelligentes Spiel, das Spaß macht und nicht
nur Einsteins-Erben, sondern gute Beobachter anspricht.
Ebensolch Rez-E-zin;11/2005(www.ebensolch.at)